GdP – „lieber doch Gewerkschaftsarbeit?“

Seit den Ergebnissen der Personalratswahlen im November 2016 ist klar die GdP gehört zum „Alten Eisen“ und hat ausgedient. In Ihren Reihen fehlt es an Innovation und Motivation sich für Belange aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berliner Polizei gleichermaßen einzusetzen.

Die GdP hat es bis heute offensichtlich nicht geschafft Gewerkschaftsarbeit und Personalratsarbeit zu trennen. Dies wird anhand der Personalratsinformation „Der Personalrat der Direktion 6 informiert“ vom 23.08.2017 deutlich.

Dem geneigten Leser fällt auf, dass die Personalvertretung der Direktion 6, mit dem Vorsitz der GdP, welche auch drei Freistellungen inne haben, scheinbar krampfhaft versucht Mitarbeiter und damit potenzielle Wähler, mit ihren Tätigkeiten, im Rahmen von „Personalratsinformationen“ in die Irre zu führen.

Mit mehreren Fragezeichen über dem Kopf wurde die Information zu Kenntnis genommen.

Haben sich nun die Personalratsvorsitzenden der GdP im Rahmen der Dienstzeit jahrelang mit politischen Entscheidungsträgern unterhalten und damit Gewerkschaftsarbeit geleistet, anstatt sich im Rahmen ihres Ehrenamtes, in dass sie gewählt wurden, für die Belange der Mitarbeiter einzusetzen?

Das Ganze klingt zunächst wie ein Fall von Produktpiraterie.

Es ging hier eigentlich um die einfache Information, die ein Personalrat  an die Mitarbeiter richten kann. Das hätten sich die Mitarbeiter in den letzten Jahren gerne häufiger gewünscht, jedoch Fehlanzeige.

Doch nunmehr zum eigentlichen Streitpunkt.

Eine Zuteilung von finanziellen Haushaltsmitteln seitens der Senatsverwaltung  für Finanzen sowie der einhergehenden Dienstkräfteanmeldung und der Zuteilung von erhöhten Beförderungsoptionen durch den Polizeipräsidenten erfolgte nicht „aufgrund jahrelanger Bemühungen der Personalvertretungen und den Interventionen gegenüber politischen Entscheidungsträgern“, sondern ist ein einfaches Produkt der wachsenden Stadt und Metropole sowie der Ereignisse vom 19.12.2016.

Aus diesem Grund gebührt der Personalvertretung der Direktion 6 auch kein Lob.

Also was haben die Personalvertreter bzw. Vorstandsmitglieder des Personalrates der Direktion 6 stattdessen jahrelang in Berlin gemacht?

Hinzu kommt, dass in der aktuellen Personalratsinformation der Personalvertretung der Direktion 6, nach außen vertreten durch die Vorsitzenden der GdP ein kleiner aber für die Mitarbeiter entscheidender Punkt fehlt. Man fühlte sich anscheinend nicht in der Lage zu erfragen welche Bereiche von den zahlreichenden Beförderungen profitieren werden. Diese Kerninformation fehlt gänzlich.

Durch diese Untätigkeit im Zusammenhang mit dem Einholen von Informationen werden aller Voraussicht nach wieder ganze Dienststellen den Kürzeren ziehen und bei der Vielzahl an Beförderungsoptionen keine Berücksichtigung finden. Es hat den Eindruck, dass eine gerechte Zuteilung demnach bei hier genannter Personalvertretung mit der Mehrheitsliste GdP nicht gewünscht ist.

Im Gegensatz dazu leisten wir als „Unabhängige“ ausschließlich Personalratsarbeit und legen unser Hauptaugenmerk auf alle Mitarbeiter der Dienststellen gleichermaßen.

 

Michael Krámos