Einem Kandidaten der Unabhängigen wird mit Ausschluss aus der GdP gedroht

Während der noch laufenden Personalratswahlen wurde ein Mitglied der GdP, welches auf der Liste „Unabhängige“ für den örtlichen Personalrat der Direktion 6 und den Gesamtpersonalrat kandidiert, von seinem Personalrat per E-Mail zum Gespräch gebeten.

Mit der Signatur der Gewerkschaft wurde angekündigt, dass es um seine Kandidatur auf der freien Liste „Unabhängige“ und seine bestehende Mitgliedschaft in der GdP geht.

Unser Kandidat nahm kurzerhand das Gesprächsangebot an und musste zu seinem Erstaunen feststellen, dass ihm von „neutralen“ und „objektiven“ Personalratsmitgliedern in der Dienstzeit die Kündigung seiner Gewerkschaftsmitgliedschaft an Herz gelegt wurde. Andernfalls werde er sich einem Ausschlussverfahren stellen müssen, welches die „Bezirksgruppe Direktion 6 der GdP“ gefordert hätte.

Liebe Personalratsmitglieder, da ist schon wieder das Problem: Gewerkschaftsarbeit hat nun wirklich nichts mit Vorstandsarbeit im Personalrat zu tun!

Im Übrigen freut sich unser Kandidat auf das Ausschlussverfahren, in dem endlich auch einmal das gewerkschaftsschädigende Handeln von GdP-Funktionären (siehe rbb-Beitrag) thematisiert werden könnte.