Wir kandidieren um eine Personalratsarbeit zu leisten:

– die sich ausschließlich um die Interessen der Kolleginnen und Kollegen kümmert,
– die völlig neutral und UNABHÄNGIG von Gewerkschaften ist
– mit Beschäftigten, die direkt aus der Basis kommen und die Probleme selbst kennen
– die nicht von artfremden gewerkschaftlichen Tätigkeiten dominiert wird
– deren Mitglieder für die Beschäftigten ständig erreichbar sind
– bei der nicht der Eindruck entsteht, einen Vorgesetzten im Gespräch vor sich zu haben
– bei der unter Beachtung der gesetzlichen Schweigepflichten auch Öffentlichkeitsarbeit geleistet wird,

damit die Wähler wissen, welche Meinungen in den Gremien vertreten wurden.

Was können wir nicht?

Wir werden euch keine bessere Besoldung bzw. Bezahlung versprechen. Diese Versprechungen kann und konnte die größte Berliner Polizeigewerkschaft mit ihren Personalräten in den letzten Jahren auch nicht einhalten. Der Personalrat ist weder Gesetzgeber noch Tarifpartei, um ein solches Begehren zu erfüllen. 

Was wir erreichen können!

Wir sind der Auffassung, dass durch strikte Einforderung der Mitbestimmung bei Arbeitszeit- und Arbeitsschutzvorschriften der Hebel angesetzt werden kann.

Durch die Ablehnung von Alarm- und Sondereinsätzen kann die Arbeitsverdichtung gestoppt und indirekt eine höhere Personalausstattung erreicht werden. Kurzfristige Dienstplanänderungen in gesiegelten Zeiträumen sind zu verhindern, damit der Personalmehrbedarf deutlich zum Vorschein tritt. Hier sind nicht nur die Dienststellenleitungen im Rahmen der Fürsorge in der Pflicht, sondern auch die Personalräte im Rahmen der Mitbestimmung.

Hätten die amtierenden Personalräte ihre Hausaufgaben in Sachen Arbeits- und Gesundheitsschutz gemacht, hätten die katstrophalen Entwicklungen der über Jahre hinweg andauernden, unhaltbaren Zustände in den Schießstätten der Berliner Polizei eingedämmt werden können. Die Personalratsvorstände waren monatelang, wenn nicht gar jahrelang selbst im Besitz der Gutachten und hätten handeln können und müssen. Externe Gutachter hätten auch durch Personalräte beauftragt werden können. Als man wach wurde, kam es zu einer inszenierten Empörung über die der rbb in der Sendung KLARTEXT am 18.10.2015 berichtete. 

Unserer Meinung nach sind die allgemeinen Aufgaben der Personalräte in den letzten Jahren nicht bzw. zu wenig beachtet worden. Dazu zählen:

  • Maßnahmen, die der Dienststelle oder ihren Angehörigen dienen, zu beantragen,
  • Initiativanträge für eine bessere Arbeitzeitgestaltung zu stellen,
  • darüber zu wachen, dass die zu Gunsten der Beschäftigten geltenden Gesetze, Verordnungen, Tarifverträge, Dienstvereinbarungen und Verwaltungsanordnungen eingehalten werden,
  • sich für die Durchführung gesundheitsfördernder Maßnahmen einzusetzen,
  • Anregungen und Beschwerden von Beschäftigten entgegen zunehmen und durch Verhandlung mit dem Leiter der Dienststelle auf ihre Erledigung hinzuwirken,
  • die Eingliederung und berufliche Entwicklung von Beschäftigten zu fördern, die polizeidienstunfähig sind.

Das wollen wir ändern!