2-2-8 – Bewegung in Sachen Arbeitszeit

Mit dem Abschluss der “Dienstvereinbarung Tourenplanmodell” eröffnen sich für schichtdienstleistende Dienststellen der örtlichen Direktionen neue Möglichkeiten der Dienstplangestaltung. Es müssen lediglich die Rahmenbedingungen eingehalten werden, die da wären:

2 Tagschichten, 2 Nachtschichten in einer Folge von 8 Schichten.

Damit ergeben sich einige Möglichkeiten der Dienstplangestaltung bis hin zum „Retromodell“, welches die altbekannte Schichtfolge Tag – Nacht – Ausschlaftag – Frei beinhaltet.

Die Vorteile der neuen Dienstvereinbarung liegen auf der Hand:

Durch komprimierte Arbeitszeiten, bis zu 10 Stunden unter der Woche und bis zu 12 Stunden am Wochenende (ohne Einberechnung des Buchungskorridors  von 0,5 Stunden), können die Dienstantritte massiv reduziert und somit große Freizeitblöcke generiert werden. Durch den von den Unabhängigen geführten Gesamtpersonalrat konnte mit der Behördenleitung und dem zuständigen Fachbereich SE Pers A erreicht werden, dass die ursprünglich für die Abschnitte vorgesehene Dienstvereinbarung für alle schichtdienstleistenden Dienststellen der örtlichen Direktionen geöffnet wurde.

Somit können auch die K1-Inspektionen als auch die Lagedienste, in denen immer noch das als familienfeindlich betrachtete ELZ-Modell gefahren wird, von einer Arbeitszeitumstellung profitieren und neue Dienstzeitmodelle erproben.

Insgesamt ist die positive Entwicklung in Hinblick auf die Arbeitszeitflexibilisierung zu begrüßen. Jedoch können die besten Arbeitszeitmodelle nur funktionieren, wenn eine auskömmliche Personaldecke vorhanden ist!

Im Fokus der Unabhängigen liegt jedoch weiter das zentrale Anliegen, für den gesundheitlich belastenden Schicht- und Wechseldienst als auch den bedarfsorientierten Dienst eine dem Tarifbereich angepasste verringerte Wochenarbeitszeit (38,5 Stunden) zu erreichen.